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In 4 Schritten ganz einfach deine Weltreise finanzieren

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In 4 Schritten ganz einfach deine Weltreise finanzieren
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Eine Weltreise ist der Traum vieler Menschen, egal ob alt oder jung. Im Winter für ein paar Monate nach Südostasien und dort die eindrucksvollen Tempel und zahlreichen Traumstrände zu erkunden. Dann vielleicht ab nach Australien oder Neuseeland. Danach dann über die Südsee nach Südamerika und dann via den USA wieder zurück nach Europa. So eine Weltreise kann dann schnell mal über 12 Monate dauern, in denen man die Welt entdeckt und auch als Mensch enorm wächst. Die große Frage, die sich dann aber vor allem für jüngere Menschen stellt: wie bezahlt man das Ganze? Ein Weltreise wird oft mir riesigen Kosten assoziiert und wirkt deshalb utopisch für viele Leute. Doch wenn man es sich genau ansieht, wird man merken, dass es gar nicht so teuer sein muss. 

Schritt 1: was kostet eine Weltreise?

Damit du dir den Traum einer Weltreise erfüllen und diese auch finanzieren kannst, musst du erst mal wissen, wie viel Geld du überhaupt dafür brauchst. Ohne eine klare Zahl, an die du dich richten kannst, solltest du auf keinen Fall die Reise starten. Die Kosten einer Weltreise hängen von 3 Dingen ab:

1) Die Länder, die man bereisen möchte

Am besten erstellst du dir für diese Kalkulation eine Excel-Datei. Im ersten Schritt schreibst du jedes Land, das du bereisen möchtest in eine eigene Zeile. Ordne dabei die Reihenfolge nach Region (z.B. alle Länder in Südostasien in einen Block). Manche Länder sind natürlich teurer als andere. Dazu kommen wir im nächsten Schritt:

2) Der individuelle Lebensstil, den man haben möchte

Recherchiere für jedes Land die Kosten pro Tag (!) des Lebensstils, den du haben möchtest. Meist sind die Kosten der Länder in einer Region sehr ähnlich. Ein Monat in Thailand kostet in etwa genauso viel wie ein Monat in Vietnam, Laos, Kambodscha oder Vietnam. Zu den Tageskosten zählen Unterkunft, Essen, Transport (direkt am Ort, nicht die Flugtickets oder Zugtickets) und Aktivitäten. Wer auf seiner Weltreise nur in Hostels schläft und hauptsächlich einheimisches Essen zu sich nimmt, kommt natürlich deutlich billiger, als jene, die in Hotels wohnen möchten.

Zur Orientierung werfe ich mal folgende Zahlen für Thailand in den Raum:

Budget-Traveler: 20€ pro Tag (Hostel/Guesthouse + Streetfood + 1-2 Taxis pro Tag

Mittelklasse: 50€ pro Tag (3-Stern Hotel + etwas teureres Essen + 1-2 Taxis pro Tag)

Oberklasse: 100€ pro Tag (4-Stern oder sehr günstiges 5-Stern Hotel)

Luxus: über 100€ pro Tag (dann wird die Weltreise aber seeeeehr teuer).

Ermittle also die Tageskosten für jedes Land und schreibe sie in die Spalte neben dem jeweiligen Land

3) Die Dauer der Reise

Du hast nun in deiner Excel Datei Land + Kosten pro Tag. Jetzt musst du nur noch festlegen, wie lange du in jedem Land bleibst. Schreibe dazu die Anzahl der geplanten Tage in die Spalte neben den Kosten und multipliziere nun die Tageskosten mit der Anzahl der Tage. Nun erhältst du deine geschätzten Kosten pro Land für deine Weltreise. Achte bei der Dauer der Tage auch darauf, ob dein Visum überhaut so lange gültig ist.

 

Kosten für Weltreise ausrechnen

Was jetzt bei den Kosten noch fehlt, sind die Transportkosten zwischen zwei Orten, sprich die Flug-, Zug-, und Bustickets. Die Flugtickets lassen sich ganz leicht recherchieren und in unsere Berechnung aufnehmen. Für Zug-, und Bustickets rechnen wir einfach 10-20% an Kosten zu jedem Land dazu. Ein Budget-Traveler der 30 Tage in Thailand bleibt, kommt so auf 600€ (20€ x 30) + 120€ (20% von 600€) für Transportkosten innerhalb des Landes. Also knapp über 700€ für ein Monat Thailand, exklusive Flug von Deutschland nach Thailand. Das ist mehr als realistisch.

Außerdem fehlen uns noch die Kosten für Reiseversicherung. Eine Reiseversicherung solltest du unbedingt abschließen, bevor du auf Weltreise gehst. Ansonsten reicht schon ein einziger Unfall (an dem du nicht mal Schuld sein musst) und schon ist nicht nur dein Traum einer Weltreise geplatzt, sondern du siehst dich dann auch mit horrenden Behandlungskosten konfrontiert. Der beste und beliebteste Anbieter für Reiseversicherungen ist die HanseMerkur.

Ein weiterer großer Kostenpunkt können die Visa sein. In Südostasien sind die Visa ziemlich günstig, in machen Ländern sogar gratis. Du solltest aber trotzdem für jedes Land, das du besuchen willst, die Kosten für das Visum überprüfen und in unsere Rechnung aufnehmen.

Wenn du all diese Dinge gemacht hast, solltest du nun einen ungefähren Anhaltspunkt haben, was eine Weltreise kostet. Außerdem siehst du jetzt genau, welche Länder dein Budget mehr belasten, als andere. Die Pessimisten unter uns können zu dieser Zahl noch einmal 10-20% dazu rechnen, um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein. Das ist aber nicht unbedingt notwendig, da wir in den nächsten Absätzen versuchen werden, diese Kosten während der Reise zu senken.

 

Schritt 2: Weltreisekosten senken

Die Kosten, die wir ermittelt haben, sind leider nur die reinen Reisekosten. Jetzt kann es natürlich sein, dass du nebenbei noch eine Wohnung zuhause zu zahlen hast, einen Handyvertrag, ein Abo im Fitnessstudio, und vieles mehr. Deswegen ist es wichtig, dass du auch noch einmal eine genaue Auflistung deiner Kosten zuhause machst. Versuche, dass du alle laufenden Kosten stilllegst, bzw. jene Verträge kündigst, wo es Sinn macht, sie zu kündigen (achte dabei aber auf die Kündigungsfrist). Im Idealfall hast du weniger als 100€ an Kosten, die während der Weltreise zuhause anfallen. Ich hab es immer so gemacht, dass ich während meinen Reisen zuhause keine Miete zahlen musste. Damit sparst du dir mehrere Tausend Euro bei einer einjährigen Weltreise.

 

Kostenlose Unterkünfte für deine Weltreise

Im nächsten Schritt geht es darum, die Kosten der Weltreise zu senken, vor allem in jenen Ländern, in denen die Tageskosten hoch sind. Der beste Weg, um das zu erreichen, ist die Kosten für die Unterkunft zu eliminieren. Das geht auf 3 Wegen:

  1. Du hast einen Freund/Bekannten, der an dem Ort wohnt und dich kostenlos unterbringt
  2. Du benutzt Couchsurfing, um kostenlos bei jemanden in der Wohnung unterzukommen
  3. Du benutzt Seiten wie workaway.info um kostenlos an Unterkunft und Essen im Austausch für deine Arbeitsleistung zu kommen.

Vor allem in teuren Ländern wie Australien oder den USA kann dir so etwas sehr viel Geld sparen.

 

Kosten für das Geld Abheben im Ausland reduzieren

Wer auf Weltreise geht, sollte unbedingt eine Kreditkarte benutezn, mit der man die Bankautomatengebühren rückerstattet bekommt. Wer zweimal pro Woche Geld abhebt und 1 Jahr auf Reisen ist, kommt ohne so eine Kreditkarte schnell auf über 500€ an Gebühren, da in sehr vielen Ländern bis zu 5€ an Transaktionsgebühr anfällt. Die einzige Kreditkarte im deutschsprachigen Raum, die dir die Automatengebühren erstattet, ist die Santander Bank. Die Vorteile dieser Karte habe ich hier bereits beschrieben.

 

Reiseplanung adaptieren

Eine weitere Möglichkeit, um die Kosten deiner Weltreise schnell mal signifikant zu verringern, besteht darin, dass man ganz einfach länger in billigeren und kürzer in teureren Ländern verbringt. Wer Europa, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea und Nordamerika ganz von seiner Weltreise streicht, kommt so zum Beispiel schon zu einer sehr günstigen Weltreise.

 

Schritt 3: Einnahmen auf der Weltreise erhöhen

Noch wichtiger als die Reduzierung der Kosten ist die Erhöhung deiner Einnahmen. Zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel:

Wenn du 0€ Einnahmen pro Monat hast, kommst du mit einem Budget von 10.000€ nur 10 Monate aus, wenn du die Kosten bei 1.000€ pro Monat annimmst.

Wenn du auch nur 200€ Einnahmen pro Monat hast, kommst du unter den selben Umständen gleich 12,5 Monate aus, also gleich mal 2,5 Monate länger.

Wenn du 400€ Einnahmen pro Monat hast, kommst du mit einem Budget von 10.000€ gleich mal 16 Monate aus.

Wenn du 1.000€ Einnahmen pro Monat hast, kannst du theoretisch für immer die Welt bereisen, solange du deine Ausgaben unter 1.000€ hältst.

 

Wie kommst du nun zu mehr Einnahmen? Hier sind drei Möglichkeiten:

  1. Work & Travel. Das ist vor allem in Australien und Neuseeland sehr beliebt. Bei Work & Travel reist du in ein fremdes Land, gehst dort einer relativ simplen Arbeit nach und wirst dafür bezahlt. Oft bekommt man auch Unterkunft und Essen dazu. Work & Travel macht primär in teuren Ländern Sinn, wo auch die Gehälter hoch sind. Wenn du ein paar Monate Work & Travel machst, kannst du dir schnell ein paar Tausend Euro für deine Weltreise dazuverdienen – während du auf Reisen bist!
  2. Freelancing. Wenn du irgendwelche besonderen Fähigkeiten hast (z.B. Grafikdesign oder Webdesign), kannst du das dazu nutzen, um auf Reisen von deinem Laptop aus zu arbeiten.  Seiten wie Fiverr ermöglichen es, relativ einfach an Kunden zu kommen.
  3. Telework. Abhängig von deinem Job zuhause ist es unter Umständen möglich, dass du mit deinem Chef eine Vereinbarung triffst und auf Reisen ein paar Stunden pro Woche arbeiten kannst. Wie unser Beispiel oben zeigt, können Einnahmen von bereits wenigen Hundert Euro pro Monat deine finanzielle Situation auf einer Weltreise gehörig verbessern.

 

Schritt 4: Ausgaben verzögern

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, mit der man sich kinderleicht eine Weltreise finanzieren kann. Nämlich indem man sich Einnahmen besorgt und die Ausgaben dafür in die Zukunft verschiebt.

Es gibt inzwischen Banken, die Kredite zu Reisezwecken vergeben. Das ganze funktioniert dann so:

Schritt 1: Du bestimmst deine Kosten für die Weltreise. Beispiel: 1.000€ pro Monat an Kosten und die Weltreise soll 10 Monate dauern.

Schritt 2: Du nimmst einen Kredit über 10.000€ auf. Laut Kreditvergleichseite Smava.de würde so ein Kleinkredit über 10 Jahre nur knapp 100€ an Rückzahlung pro Monat bedeuten. Du bekommst also somit nach Abzug der Kreditraten quasi ein Einkommen von 900€ pro Monat für deine Weltreise.

Schritt 3: Wenn du nun 1.000€ pro Monat für deine Weltreise ausgibst, kannst du 900€ davon mit dem Kredit finanzieren. Das bedeutet, dass du für eine 10-monatige Weltreise nur 1.000€ von deinem ersparten Geld verwenden müsstest. Das sollte für jeden locker machbar sein.

Diese Strategie macht vor allem für junge Menschen Sinn. Wer jung ist, hat meist die Zeit zum Reisen, aber nicht das Geld. Mit dem Alter wird es dann genau andersrum: man hätte genug Geld, hat aber nicht die Zeit, weil man in einem Job feststeckt. Mit einem Reisekredit lässt sich das ideal überbrücken: man leiht sich Geld, damit man in jungem Alter Geld und Zeit hat, und zahlt den Kredit dann später zurück, wenn man einen Job hat und genug Geld verdient, aber keine Zeit zum Reisen mehr hat. Natürlich sollte man dabei immer auch das Risiko abwägen. Aber gerade in obigen Beispiel ist das sehr überschaulich. Eine monatliche Kreditrate von 100€ sollte für jeden, der einen Job hat, bezahlbar sein. Solange man also Konditionen wählt, mit denen man in Zukunft leben kann, spricht nicht sehr viel dagegen, mit einem Reisekredit seine Weltreise zu finanzieren.

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