Urlaub in Bangkok

Richtig Geld abheben und wechseln in Thailand

Richtig Geld abheben in Thailand

Jeder, der nach Thailand reist, wird sich früher oder später auch darüber Gedanken machen, wie das mit dem Geld in Thailand funktioniert. Wie geht Geld abheben in Thailand? Gibt es überhaupt im ganzen Land Bankautomaten? Wie viel Bargeld sollte und darf man ins Land einführen? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Geldautomaten? Welche Gebühren fallen an, wenn man in Thailand Geld abhebt?  

Diese und noch viele andere Fragen werden in diesem Artikel hoffentlich ein für alle Mal geklärt. Der gesamte Artikel ist fast 3.000 Wörter lang. Am besten liest man sich einmal den gesamten Artikel durch, um einen guten Überblick zu haben. Später, wenn es dann konkreter mit der Reise wird oder man sich sogar schon in Thailand befindet, kann man folgendes Inhaltsverzeichnis zur einfacheren Navigation verwenden:

Bargeld bei der Einreise nach Thailand

Rein theoretisch braucht man gar kein Bargeld in einer fremden Währung , wenn man nach Thailand einreist, es sei denn man reist über irgendeinen exotischen Landweg ein, wo es keine Bankautomaten an der Grenze gibt. Aber selbst dann werden einem Euros nicht viel bringen, wenn es keine Wechselstube gibt.

Die meisten Reisenden haben immer etwas Bargeld mit dabei, immerhin will man auch am Flughafen in Deutschland oder an einem möglichen Umsteigeflughafen Geld dabei haben. Ich empfehle immer, mindestens 100 € dabei zu haben, wenn man sein Zuhause verlässt und in den Flieger nach Thailand steigt. Wer kein Problem damit hat, mit viel Bargeld in der Brieftasche rumzulaufen, kann auch größere Beträge mitnehmen. Geht man nämlich zur richtigen Wechselstube, kommt das Geldwechseln unter Umständen sogar billiger als das Geld abheben. Aber mehr dazu später.

Auf keinen Fall sollte man sich vor seiner Reise in seinem Heimatland Thai Baht besorgen. Die Wechselkurse außerhalb von Thailand sind immer schlechter als innerhalb Thailands und es gibt auch sonst keinen Grund, warum man schon vorher Thai Baht benötigt.

Bei der Ankunft in Thailand hat man zwei Möglichkeiten, um an Thai Baht zu kommen. Man kann entweder seine Euros bei einer Wechselstube umtauschen, oder einfach an einem Bankautomaten Geld abheben. Viele Leute raten davon ab, Wechselstuben am Flughafen in Anspruch zu nehmen, da der Wechselkurs dort angeblich deutlich schlechter sei, als in der Stadt. Das stimmt jedoch nicht. Diese Leute haben entweder keine Ahnung oder wechseln ihr Geld an den falschen Wechselstuben.

Am Ende des Tages macht es kaum einen Unterschied, ob man per Bankautomat Geld abhebt und 220 Baht Gebühr zahlt (immerhin knapp 5 €) oder seine 100 € bei einem schlechten Wechselkurs tauscht. Selbst bei einem sehr schlechten Wechselkurs von z.B. 36 Baht für 1 € (der offizielle Wechselkurs steht aktuell bei 38 Baht), wären das bei 100 € „nur“ 200 Baht, die man dadurch verliert. Also ähnlich viel, wie eine Abhebung am Bankautomat kosten würde (jeder Bankautomat erhebt eine Gebühr von 220 Baht pro Transaktion).

Genau genommen, würde man beim Bankautomaten noch mehr Geld verlieren, da auch diese einem Wechselkurs, der 1-2 Baht unter dem offiziellen Kurs liegt, unterliegen. Außerdem gibt es am Suvarnabhumi Flughafen Wechselstuben, die einen ähnlich guten Kurs anbieten, wie die Wechselstuben in der Stadt. Man steigt am Ende also sogar besser aus, wenn man sein Bargeld am Flughafen in Baht umtauscht und nicht bei einem Geldautomaten abhebt. Man muss nur wissen, wo.

Welche Wechselstube am Flughafen ist die beste?

Die Wechselstuben mit den besten Kursen am Suvarnabhumi Flughafen befinden sich alle im ersten Untergeschoss, also da wo sich auch der Airport Rail Link befindet. Man sollte demnach erst Geld wechseln, wenn man schon durch den Zoll gegangen ist! Die Wechselstuben vor dem Zoll und im Eingangsbereich des Flughafens sollte man auf keinen Fall in Anspruch nehmen.

Die Wechselstube mit dem Namen Superrich hat in der Regel die besten Kurse, dank denen man so gut wie kein Geld verliert (siehe weiter unten).

Nach seiner Ankunft am Suvarnabhumi Flughafen wechselt man also am besten sein Bargeld bei der grünen Superrich Wechselstube im ersten Untergeschoss des Flughafens. Es gibt auch eine orangene Superrich Stube, die etwas teurer ist. Bevor man sein Geld wechselt, sollte man sowieso immer den offiziellen Wechselkurs per Smartphone App rausfinden (z.B. XE Currency) und sichergehen, dass der angebotene Kurs nicht mehr als 1 Baht unter dem offiziellen Wechselkurs liegt.

Durch das Geldwechseln kommt man auch gleich an 100 Baht Scheine, welche viel praktischer sind, als die 1.000 Baht Scheine. Viele Taxifahrer können oder wollen 1.000 Baht nämlich gar nicht wechseln. Wie viel Geld man am Flughafen wechselt, bleibt natürlich jedem selber überlassen. In der Regel sind die Kurse am Flughafen deutlich schlechter als in der Stadt. Im Falle von Superrich beträgt der Unterschied aber nur 0,05 Baht. Wer sich also 100 € am Flughafen wechselt und nicht in der Stadt, dem entgehen lediglich 5 Baht.

Wer eine Santander Kreditkarte hat, mit der man die Automatengebühren im Ausland erstattet bekommt, kann ruhig auch Geld abheben. Gleiches gilt für all jene, die größere Beträge umtauschen wollen oder wenn der Kurs der Wechselstube extrem schlecht ist (z.B. mehr als 2 Baht unter dem offiziellen Kurs).

Wer über den Don Muang Flughafen oder über Land einreist, vergisst, was ich bisher geschrieben habe. In diesem Fall vergleicht man entweder die Wechselkurse aller Wechselstuben und tauscht dort etwas Geld (genug um in die Stadt zu kommen), wo der angebotene Kurs vom offiziellen Kurs um weniger als 1 Baht abweicht, oder hebt einfach Geld vom Bankautomaten ab.

Geld abheben in Thailand

Anfallende Gebühren

Jeder Bankautomat in Thailand (und in so gut wie jedem anderen Land in Südostasien) erhebt eine Gebühr von 220 Baht pro Transaktion, zusätzlich zu der Gebühr, die deine Bank dir beim Auslandseinsatz verrechnet. Also jedes Mal, wenn man Geld abhebt, zahlt man mindestens 5 € Gebühr, egal wie viel man abhebt. Diese Gebühr scheint am Kontoauszug versteckt auf. Wenn du z.B. 200 € abhebst, wird dann am Kontoauszug etwas mehr als 205 € stehen (5 € Gebühr + Wechselkursverluste). Wenn deine Bank zuhause ebenfalls Gebühren verrechnet, zahlst du sogar noch mehr.

Die einzige Möglichkeit, dieser thailändischen Gebühr auszuweichen, ist eine Kreditkarte, die diese Gebühren rückerstattet. Bis Juni 2016 war die DKB Visa-Card sehr beliebt unter Reisenden. Inzwischen erstattet die DKB aber keine Gebühren mehr. Die einzige Karte im deutschsprachigen Raum, mit der man noch Gebühren im Ausland erstattet bekommt, ist die kostenlose 1 Plus Visa-Card der Santander Bank.
Santander 1PlusCard

Wo befinden sich die Bankautomaten?

Bankautomaten gibt es in Bangkok so gut wie überall. Wenn man verzweifelt auf der Suche nach einem Bankautomaten ist, sollte man folgende Orte aufsuchen:

  • BTS und MRT Stationen
  • Shopping Malls
  • Seven Eleven
  • Tesco Lotus und Big C

Dort gibt es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mindestens einen Bankautomat und sehr oft sogar von der Bank, die man sucht. Auch außerhalb der Hauptstadt gibt es fast überall Geldautomaten. Nur an sehr abgelegenen Orten kann es schwierig sein, an Bargeld zu kommen. In diesem Fall hebt man am besten vor der Reise genügend Bargeld ab.

Die unterschiedlichen Banken in Thailand

Ist man erst einmal in der Stadt angekommen, gibt es unzählige Möglichkeiten, um an Geld zu kommen. Geldautomaten gibt es überall und in allen Farben. Jede thailändische Bank hat nämlich ihre eigene Farbe, anhand derer die Leute sofort „ihre“ Bank identifizieren können. Gelb ist Krungsri (auch Bank of Ayudhya genannt), Orange ist Thanachart, Violett ist Siam Commercial Bank (SCB), Dunkelblau ist Bangkok Bank, „Normales Blau“ ist Thai Military Bank (TMB), Hellblau ist Krunghtai (KTB), Grün ist Kasikorn, und so weiter.

Bankautomaten in Thailand

Welche Farbe darf es sein?

Für Touristen stellt sich dann natürlich die Frage, bei welcher Bank sie abheben sollen. Grundsätzlich unterscheiden sich die einzelnen Banken in nur drei Dingen:

1 – Welche Karten akzeptiert werden. Visa-Karten akzeptiert so gut wie jeder Automat, Master-Card ebenfalls fast jeder. Ein Problem gibt es aber bei den in Europa so beliebten Maestro-Karten. Ich besitze selber eine Maestro-Karte und bin schon unzählige Male vor einem Bankautomaten gestanden, der meine Karte nicht akzeptiert hat. Meiner Erfahrung nach kann man sich nur bei den Automaten der Krungsri Bank (gelb) und Thanachart Bank (orange) halbwegs sicher sein, dass sie Maestro-Karten akzeptieren. Laut Leser Alex akzeptiert auch die Bangkok Bank (dunkelblau-orange) Maestro-Karten. Bei den anderen Banken ist es reines Glücksspiel, ob man mit einer Maestro-Karte Geld bekommt, oder nicht. Die beste Lösung für dieses Problem ist es, sich bereits vor seiner Reise eine Visa-Karte zu bestellen, mit der man überall ohne Probleme abheben kann. Ich empfehle, wie schon oben erwähnt, die kostenlose 1 Plus Visa-Card von der Santander Bank. bzw. die Kreditkarte der DKB. Beide sind 100% kostenlos. Wer nach Laos, Myanmar oder Kambodscha reist, sollte sich unbedingt eine Visa-Karte holen, da man dort mit Maestro-Karten noch schlechter dran ist. Übrigens: Die Maestro-Karte muss bei deiner Bank für einen Auslandseinsatz freigeschalten werden. Am besten informierst du deinen Bankberater von deiner Reise, der macht das dann für dich.

2 – Wie viel man maximal pro Transaktion abheben kann.  Die meisten Automaten haben ein Limit von 20.000 Baht (ca. 500 €) pro Transaktion. Manche Automaten haben aber ein höheres Limit. Laut diversen Berichten im Internet (u.a. Sorglosreisen.com) zählen dazu die Krungsri Bank (gelb, 30.00 Baht), die Thai Military Bank (TMB, 30.000 Baht), die Bangkok Bank (dunkelblau-orange, 25.000 Baht) und die Citibank (50.000 Baht). Unabhängig von der thailändischen Bank kann es aber auch sein, dass deine Karte ein Tageslimit hat, welches nicht überschritten werden kann. Mit meiner Maestro-Karte konnte ich zum Beispiel nur 400 € pro Tag abheben, bis ich das Limit erhöhen ließ.

3 – Welcher Wechselkurs angeboten wird. Ja, auch bei Bankautomaten unterliegt man dem Wechselkursrisiko. Die meisten Leute wissen gar nicht, dass die Automaten in Thailand einen sehr bescheidenen Wechselkurs haben. Man sollte also genau aufpassen, welchen Wechselkurs man angeboten bekommt. Manchmal ist der angebotene Wechselkurs bis zu 3 Baht schlechter als der offizielle. Drei Baht hört sich nicht nach viel an, wer aber zum Beispiel insgesamt 1.000€ in seinem Thailandurlaub abhebt, verliert beinahe 75 € nur aufgrund des Wechselkurses! Dazu kommen dann noch über 5 € Gebühr für jede Benutzung eines Geldautomaten.

Bankautomat Thailand Krungsri

Ein Bankautomat der Krungsri Bank

Welche Bank in Thailand hat den besten Wechselkurs?

Um diese Frage zu beantworten, muss ich etwas ausholen. Wenn man bei einer Bank in Thailand Geld abhebt, kann theoretisch einer von drei verschiedenen Wechselkurse zur Anwendung kommen:

1 – Der thailändische Wechselkurs. Manche Geldautomaten fragen, ob man mit der „local exchange rate“, also dem Wechselkurs der thailändischen Bank fortfahren, oder „continue without conversion“ möchte. Die local exchange rate wird am Display angezeigt und ist in den meisten Fällen deutlich schlechter, als der offizielle Wechselkurs. Klickt man auf „continue without conversion“, wird einer von zwei Wechselkursen angewandt:

2 – Der Visa/Mastercard Wechselkurs. Bezahlt man mit Visa oder Mastercard, wird der Visa oder Mastercard Wechselkurs angewandt, unabhängig von deiner Bank. Das ist die präferierte Option, die in den meisten Fällen günstiger ist. Allerdings sollte man auch hier wieder die genauen Konditionen deiner Karte kennen. Manche Kreditkarten erheben eine zusätzliche Gebühr beim Auslandseinsatz.

3 – Der Wechselkurs deiner Bank. Bezahlt man mit einer anderen Karte (z.B. mit einer Maestro), wird der Wechselkurs deiner Bank angewandt. Diesen wirst du in den meisten Fällen nicht wissen. Da müsstest du dich vor deiner Reise informieren und dir merken, wie stark der Kurs vom offiziellen Kurs abweicht.

Welche thailändische Bank hat nun die beste „local exchange rate“, für den Fall, dass man keine Visa oder Mastercard hat? Meiner Erfahrung nach sind das die Automaten der Citibank, die allerdings sehr selten sind. Genau genommen gibt es nur drei Automaten der Citibank in ganz Thailand. Der bekannteste Citibank Geldautomat befindet sich gegenüber vom Terminal 21 Einkaufszentrum auf der anderen Straßenseite der Asok Montri Road, direkt beim Aufgang der MRT Station Sukhumvit. Die anderen Standorte von Citibank Automaten habe ich in dieser Karte zusammengefasst:

 

Die anderen Banken haben alle einen sehr ähnlichen Wechselkurs, der meist 2 Baht unter dem offiziellen Kurs liegt.

Karte nicht vergessen

Die Geldautomaten in Thailand funktionieren etwas anders als in Deutschland und Österreich. In Thailand kommt nämlich das Geld raus, bevor die Karte ausgeworfen wird. Dadurch kann es schnell mal vorkommen, dass man die Karte stecken lässt, weil man es von zuhause so kennt, dass zuerst die Karte und erst wenn man die Karte raus zieht, das Geld kommt.

Manipulierte Geldautomaten in Thailand

Angst vor manipulierten Geldautomaten muss man nicht haben, man sollte aber schon aufpassen, dass der Automat, bei dem man abhebt, in einem optisch guten Zustand ist und dass niemand sich in der Nähe aufhält, der deinen PIN Code ausspähen könnte. Vor allem an der Khaosan Road gibt es viele Automaten, die nicht sehr vertrauenswürdig aussehen. Ich persönlich hatte aber noch nie ein Problem mit einem manipulierten Automaten und kenne auch niemanden, der jemals ein Problem damit hatte. Wer trotzdem sicher gehen will, benutzt am besten die Automaten in den Shopping Malls oder direkt bei einer Filiale der jeweiligen Bank.

Wechselstuben in Bangkok

Natürlich gibt es in Bangkok auch zahlreiche Wechselstuben, vor allem in touristischen Gegenden wie Nana oder an der Khaosan Road. Diese Wechselstuben werden meistens von den großen, thailändischen Banken betrieben und haben einen schlechten Wechselkurs.

Die beste Wechselstube in Bangkok

Wer Geld wechseln möchte, geht am besten immer zu einer grünen Superrich Wechselstube.

Es gibt zwei verschieden Superrich Wechselstuben, die grünen und die orangenen. Die grünen Stuben haben in der Regel den besseren Kurs. Aber selbst die orangenen haben bessere Kurse, als die meisten anderen Wechselstuben in Bangkok.

Superrich hat nicht nur den besten Kurs, sondern verkauft auch Euros und Dollars zu unschlagbaren Kursen. Sehr viele der anderen Wechselstuben verkaufen nicht einmal Dollars, obwohl viele Reisende gerne in Bangkok schon Dollars kaufen, bevor sie nach Kambodscha (wo US Dollar die Landeswährung ist) oder Laos (wo man mit US Dollar das Visum am günstigsten bezahlen kann) reisen.

 

Superrich Wechselstube

Ich habe vor ein paar Monaten meine Mietkaution (immerhin 30.000 Baht in cash) in Euros gewechselt und habe dafür weniger als 1 € Gebühr gezahlt! Baht zu Euros tauschen ist nämlich noch billiger als umgekehrt. Aus diesem Grund kann man nie zu viel Thai Baht abheben, weil man am Ende seines Urlaubs ganz einfach überschüssige Baht zu Euros tauschen kann.

Die aktuellen Wechselkurse gibt es auf der Website von Superrich.

Wie teuer sind Wechselstuben in Thailand?

Um kurz zu verdeutlichen, wie billig die grünen Superrich sind, hier ein kleines Beispiel:

Offizieller Wechselkurs Baht zu Euro am 24.05.2017: 1€ = 38,5496 Baht

Wechselkurs von Superrich am 24.05.2017: 1€ = 38,35 Baht

Wenn man also 100 € zu Thai Baht wechseln lässt, zahlt man lediglich 20 Baht (also ca. 0,5 €) Wechselgebühren! Bei 1.000 € wären es 200 Baht.

Du siehst also schon: Geld wechseln bei Superrich ist sogar billiger als Geld beim Automaten abzuheben. Wer hätte das gedacht?

Hier gibt es alle Standorte von grünen Superrich Wechselstuben in Bangkok:

Außerdem gibt es eine grüne Superrich Wechselstube am Flughafen in Phuket. Orangene Superrich Stuben gibt es auch am Hua Lamphong Bahnhof, in der Nähe der Khaosan Road, im MBK und bei diversen MRT und BTS Stationen.

Wer eine andere Wechselstube verwendet, sollte immer per Smartphone App (z.B. XE Currency) den offiziellen Wechselkurs bei der Hand haben, damit man weiß, wie viel man für die Transaktion tatsächlich draufzahlt. Weicht der angebotene Kurs um mehr als 1 Baht ab, handelt es sich um eine teure Wechselstube. Rein theoretisch könnte man auch zu einer Filiale einer beliebigen Bank gehen und sich dort das Geld wechseln lassen. Das macht aber niemand, weil es länger dauert und nicht günstiger ist.

Für alle Wechselstuben gilt: man muss immer seinen Reisepass vorzeigen!

Kann man in Thailand mit Kreditkarte zahlen?

Kommt drauf an. In modernen Restaurants, Hostels und Hotels, sowie in Nachtclubs und manchen Bars kann man so gut wie immer mit Kreditkarte zahlen. In den meisten Einkaufszentren kann man ebenfalls mit Kreditkarte zahlen. In Guesthouses oder kleineren Restaurants eher nicht. Verlassen sollte man sich auf seine Kreditkarte nicht unbedingt. Man sollte sich vor seiner Reise jedoch bei seinem Kreditkartenanbieter über die Konditionen bei Zahlungen (und Abhebungen!) im Ausland informieren. Viele Kreditkarten verrechnen Gebühren in Höhe von bis zu 5% bei einem Auslandseinsatz.

Die beste Strategie, um sein Geld zu verwalten

Wer wirklich das Maximum rausholen möchte, bzw. die Kosten minimieren möchte, der sollte während seines Urlaubs in Thailand wie folgt vorgehen:

1 – Schon vor der Reise eine Kreditkarte bestellen, die nichts kostet und mit der man weltweit kostenlos Geld abheben kann. Die einzige Kreditkarte, die das aktuell kann, ist die Santander 1 Plus Visa Card. Eine Kreditkarte ist generell sehr praktisch, wenn man viel reist, da es in Asien (und auch in Thailand!) viele Bankautomaten gibt, die keine Maestro-Karten akzeptieren. Mit einer Visa-Karte kann man wirklich an jedem Geldautomaten Geld abheben. Außerdem kann man mit der Kreditkarte auch spontan Hotels und Flüge buchen und muss dafür nicht extra in ein Reisebüro. Kontoführungsgebühren gibt es keine, die Karte ist also kostenlos! Eine gute Alternative ist die DKB Kreditkarte, mit der man zwar die Automatengebühren nicht mehr erstattet bekommt, man aber trotzdem weltweit ohne Kartengebühren Geld abheben kann.

2- Vor der Reise schon über die Gebühren und den Wechselkurs deines Kreditkartenanbieters informieren. Manche Kreditkartenanbieter verrechnen bei einem Auslandseinsatz Gebühren in Höhe von bis zu 5%. Dadurch kann das Bezahlen und Abheben mit einer Kreditkarte ganz schön teuer werden. Maestro-Karten müssen außerdem für einen Auslandseinsatz von deiner Bank freigeschaltet werden.

3- Mindestens zwei Bankkarten, bzw. Kreditkarten nach Thailand mitnehmen und unabhängig voneinander aufbewahren (z.B. eine immer im Hotel lassen und die andere mitführen). So hat man im Falle eines Diebstahls immer noch mindestens eine Karte zur Verfügung, mit der man Geld abheben kann. Außerdem ist es schlau, wenn man sich für jede Karte die Hotline zum Karten sperren, sowie die Kontonummer in ein Word-Dokument schreibt und sich selbst per E-Mail schickt. Sollte eine Karte verloren gehen, sollte man sie unbedingt so schnell wie möglich sperren lassen.

4 – Bei der Ankunft in Thailand sein ganzes Bargeld bei der grünen Superrich Wechselstube im ersten Untergeschoss des Suvarnabhumi Flughafens wechseln lassen. Das ist in der Regel genug Geld, um in die Stadt zu kommen und die ersten paar Tage zu überstehen. Wer noch kein Hotel gebucht hat, sollte eventuell noch etwas mehr Geld abheben, je nachdem wie viel man für das Hotel in der ersten Nacht zahlen möchte. Danach kann man dann bei Bankautomaten Geld abheben. Der Wechselkurs von Superrich ist so gut, dass man für weniger als einen Euro sein ganzes Bargeld in Thai Baht wechseln lassen kann. Benutzt man hingegen einen Geldautomaten, zahlt man mindestens 5 € Gebühr und bekommt zusätzlich noch einen schlechteren Wechselkurs.

5- Hebt man mit einer Visa oder Mastercard Geld ab, immer auf „continue without conversion“ klicken. Hebt man mit einer anderen Karte ab, sollte man sich im Vorhinein bei seiner Bank über den Wechselkurs informieren. Ist dieser gut, dann ebenfalls auf „continue without conversion“ klicken. Hat man keine Visa oder Mastercard und der Wechselkurs der heimischen Bank ist schlecht, dann geht man am besten zu den Automaten der Citibank, um den besten thailändischen Wechselkurs zu bekommen.

6 – Wer keine Kreditkarte hat, mit der man weltweit kostenlos Geld abheben kann, sollte selten Geld abheben, dafür aber immer gleich größere Beträge, da man bei jeder Transaktion 220 Baht Gebühr zahlen muss. Oder man nimmt ganz einfach größere Euro-Beträge mit nach Thailand und wechselt diese dann in einer grünen Superrich Wechselstube. Laut Einreisebestimmungen darf man Bargeld im Wert von 20.000 US Dollar einführen, ohne es beim Zoll deklarieren zu müssen. Diese Variante ist überhaupt der günstigste Weg, um an Thai Baht zu gelangen. Allerdings schleppt man dann für seine gesamte Reise einen hohen Geldbetrag mit sich rum, was auch nicht wirklich ideal ist.

7 – Wann immer man gefragt wird, ob man eine Rechnung per Kreditkarte in seiner eigenen Währung (also Euro) zahlen möchte, sollte man ablehnen. Der Wechselkurs ist dann immer schlechter, man zahlt dann also mehr als notwendig.

8 – Wer auf sehr abgelegene Inseln fährt, sollte sich im Vorhinein eine größere Summe abheben (ca. 3.000 Baht für jeden Tag, an dem man keinen Zugriff auf einen Geldautomaten hat, exklusive Ausgaben für seine Unterkunft). Wenn man sich nicht sicher ist, ob es an einem Ort Bankautomaten gibt, googled man am besten danach. Auf Auskünfte von Thais sollte man sich in dieser Hinsicht nicht verlassen.

9 – Bevor man Thailand wieder verlässt, sollte man zu einer grünen Superrich Wechselstube (Standorte: siehe Karte oben) gehen und sich sein gesamtes thailändisches Geld (außer ca. 1.000 Baht, die man braucht, um zum Flughafen zu kommen und dort noch etwas einzukaufen) zu Euros wechseln. Baht zu Euro hat bei Superrich einen so guten Kurs, dass man durch das Wechseln weniger als einen Euro verliert.

10 – Nach der Reise eine E-Mail an die Santander Bank schreiben und um die Rückerstattung der angefallenen Gebühren bitten. Am besten schickt man eine Liste mit allen Transaktionen und den dabei angefallenen Kosten per E-Mail an karteninhaberservice@santander.de

Irgendetwas vergessen?

Sollte ich irgendetwas wichtiges vergessen oder sogar falsch angegeben haben, bitte ich dich darum, mich mit einem Kommentar unter diesem Blogpost darauf aufmerksam zu machen. Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf die Sachlage im Mai 2017. Wechselkurse und Regeln der thailändischen Banken ändern sich ständig. Die Bank mit dem aktuell günstigsten Wechselkurs kann in einem Jahr schon zu den teuersten gehören oder gar nicht mehr existieren. Alles schon passiert. Es gibt also keine Garantie darauf, dass alle Informationen immer der Wahrheit entsprechen.

20 KommentareVerfasse einen Kommentar

  • Prima geschrieben!
    Lediglich den Hinweis, bei welchem Automat man mehr bzw weniger abheben kann vermisse ich. Manche ATMs geben 20.000 Baht max heraus andere 30.000 Baht0

    • Danke für den Hinweis. Beim nächsten Update baue ich das noch in den Artikel ein. Ich kenne die Limits jetzt nicht auswendig, weiß aber, dass man bei der Citibank definitiv mehr als 20.000 Baht abheben kann. Das Limit bei denen ist – glaube ich – 30.000 Baht. Es hängt aber auch immer von deiner eigenen Bank ab. Viele Banken haben ein tägliches Limit von 400 € eingestellt. Wenn man mehr abheben möchte, muss man das seiner Bank mitteilen.

  • Super geschrieben und das Wichtigste, wie z.B. das Handling am Bankautomat,ist dabei.
    Wir halten es am liebsten mit Bargeld und finden es super einfach!
    Für BKK Anfänger und Personen ohne Englisch, könnte noch der genaue Vorgang am Bankautomaten beschrieben werden.

    • Der genaue Vorgang ist eigentlich genauso wie auch in Deutschland. Also Karte rein, Pin Code eingeben, und dann auf Cash Withdrawal gehen. Worauf man allerdings aufpassen muss, ist die Tatsache, dass man in Thailand das Geld zuerst bekommt und dann erst die Karte ausgeworfen wird. Da kann man schnell mal auf die Karte vergessen. Ich hab das bereits im Artikel ergänzt.

  • Ggf. wer sein ganzes Geld wechselt und es nicht unbedingt im Save oder sonstwo verstecken will, kann im Headquater der Bangkok Bank auch als Tourist ein Bankkonto (saving account) eröffnen (Führerschein oder Personalausweis zusätzlich zum Reisepass mitnehmen) und dort das Geld einzahlen. Bei Geldbedarf einfach mit dem thailändischen Gegenstück zur ec Karte an den ATM der Bangkok Bank das benötigte Geld abheben 😉

    • Danke für den Hinweis. Ich glaube aber, dass sich die meisten Touristen nicht die Mühe machen und einen thailändisches Konto eröffnen werden. Allerdings ist der Tipp ganz nützlich für Leute die regelmäßig nach Thailand reisen. Hast du auch Erfahrungen damit gemacht, sich von einer europäischen Bank Geld aufs thailändische Konto zu überweisen?

      • Ja, aber wegen der hohen Gebühren (mind. 10 €) nutze ich transferwise. Bei einer Überweisung muss auch die Adresse mit angegeben werden, die bei der thail. Bank hinterlegt ist.

  • Anmerkung zu maestro Karten:
    Auch die Bangkok Bang nimmt maestro Karten.
    EInfach auf das maestro Zeichen auf den ATM achten, hier muss eine bestehende online Verbindung verfügbar sein, damit das Geldabheben klappt 😉

  • Ach ja, nicht vergessen die ec Karte für das nicht-europäische Ausland freischalten lassen und ggf. das Limit erhöhen 😉

  • Nachtrag:
    Bei den Kasikorn ATM (grüne Bank) kann man auf der zweiten Seite die Sprache „deutsch“ auswählen! Leider kann man nur max. 20,000 Baht abheben.

  • Mit Abstand am günstigsten fährt man noch immer mit dem altbewährten Traveller’s Cheque. Besserer Wechselkurs als Bargeld und Gebühr 150 THB pro Cheque, früher 33 THB. Kreditkarten brauche ich in Thailand nur im Notfall, da hohe Gebühren und schlechter Wechselkurs. Zudem hohe Pishinggefahr.

  • Jährliche – eigene Erfahrungen haben mir gezeigt –
    den besten Kurs VASU BANk ( chinesisch ) in der Sukumvit Soi 7 oder 7 1/2
    am besten mit 200 € oder 500 € Scheine –
    der Kurs liegt deutlich höher als woanderst –

  • wenn jemand öfters nach TH fliegt gibt es eigentlich keine Alternative zum eigenen Thai-Konto. Das Konto kann auch online geführt werden und die Abhebungen kosten nichts bis höchstens 20 Baht ( am Automat ). Das Konto kannst Du nur in Thailand eröffnen. In der Regel benötigst Du nur eine korrekte Adresse in TH, notfalls genügt die Adresse deines Hotels. Du solltest zur Öffnung des Kontos nicht in Badelatschen und kurze Hosen antreten. Ein höfliches und sicheres Auftreten sollte selbstverständlich sein.
    Wenn man in DE meint, der Kurs ist ok, kann mann online problemlos das Konto auffüllen.
    Die beiden günstigen Überweisungen nach TH erhält man über Transferewise und Xendpay.

  • Hallo Andreas,
    nein, ich habe mein Konto bei der Kasikorn Bank. Ich sehe aber keine grundlegene große Unterschiede der großen Thai-Banken wenn Du dort ein normales Konto führst, allerdings habe ich in der letzten Zeit schon von einigen Ablehnungen der Kontoeröffnungen gehört. Oft bekommst Du ein Konto nur in Verbindung mit einem Abschluß irgendwelcher undurchsichtigen Versicherungen – NIE darauf eingehen – verlange NUR höflich den Abschluß einer Kontoeröffnung eines regulären Sparkontos…..viel Glück

    • Danke. Was ich so gehört habe, ist es ziemlich schwierig, ein thailändisches Konto zu bekommen, wenn man nicht in Thailand arbeitet. Dass es sowohl bei der Kasikorn als auch bei der Bangkok Bank anscheinend so „einfach“ geht, überrascht mich ein wenig. Ich selbst hab ein Konto bei der Siam Commercial Bank, hab das aber auch nur dank meiner Universität bekommen.

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